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Jürgen Brockmeyer

Heilpraktiker für Psychotherapie

 

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Das Leben in Balance Jürgen Brockmeyer Heilpraktiker für Psychotherapie
Das Leben in Balance                                   Jürgen Brockmeyer                                                  Heilpraktiker für Psychotherapie

Kaufsucht, pathologisches Kaufen oder Shopaholic

Etwa 7 Prozent aller Deutschen leiden unter diesem unkontrollierbaren Drang immer öfter und in immer größeren Mengen Dinge zu kaufen, die sie gar nicht brauchen.

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Die Tendenz ist stark steigend und zwar quer durch alle Einkommens- und Bildungsschichten hinweg. Frauen und Männer sind gleich häufig betroffen, jüngere jedoch häufiger als ältere.

 

Die Betroffenen denken übermäßig viel über das Einkaufen nach, verspüren einen Zwang, immer wieder viele oder besonders teure Artikel zu kaufen.

Dem Kauf geht häufig ein Gefühl starker Erregung oder Spannung voran, gefolgt von tiefer Befriedigung und Glück.

Sobald sie das Kaufhaus mit vollen Tüten verlassen, fühlen die Betroffenen jedoch nicht selten Reue und Selbstzweifel. "Wenn ich die Ware dann wieder zurückgegeben hätte, hätte ich doch die Liebe und Anerkennung verloren, die mir die Verkäufer zuvor entgegenbrachten", schildert eine Betroffene.

Dabei geht es nur selten wirklich um das erworbene Gut, sondern vielmehr um den Akt des Shoppens. Viele verlieren schon in dem Moment, wenn sie den Laden verlassen, das Interesse an dem Gekauften. Sie kaufen dennoch immer öfter und immer mehr.

Die meisten verstecken die Waren dann zu Hause oder verschenken sie. Selbst wenn das Verhalten zu Konflikten mit dem Partner und der Familie, zu Problemen am Arbeitsplatz oder Geldnot führt, shoppen die Betroffenen weiter.

Der Leidensdruck beginnt zuerst bei den Angehörigen, die oftmals um ihr Geld und Vertrauen gebracht werden. Früher oder später leiden aber auch die Betroffenen: An der inneren Leere, die sie nicht ausfüllen können und der entstandenen finanziellen Not.

Von Patienten, die wegen ihres pathologischen Kaufverhaltens in einer Therapie sind, verfügt fast keiner mehr über eine Kredit- oder EC-Karte. Diese wurden schon längst von den Banken eingezogen oder gesperrt. Die Hälfte der Patienten hat zudem bereits eine Bewährungsstrafe im Strafregister oder gar eine Haftstrafe abgesessen. Die Kaufsucht hat sie in die Kriminalität getrieben.

Das pathologische Kaufen ist kein typisch weibliches Problem. Die Männer shoppen vor allem Sportartikel und Technikequipment, Frauen eher Kleidung und Kosmetik. Mehr Unterschiede gibt es nicht.

Das Alter spiele hingegen eine wichtige Rolle: Je jünger, desto kaufsüchtiger. Ebenso bedeutsam: Die persönlichen Werte. Menschen mit pathologischem Kaufverhalten orientieren sich besonders stark an materiellen Werten. Manche kennen sich gut mit Preisen aus, legen Wert auf Markenprodukte, und andere wissen immer, wo es Schnäppchen gibt.

Die meisten Kaufsüchtigen haben zudem eine weitere psychische Erkrankung. Etwa 90 Prozent der Patienten hatten neben der Kaufsucht eine Depression, eine Angst- oder eine andere psychische Störung.

Strategien gegen das Shoppen und den Stress

Eine erst kürzlich in Erlangen entwickelte Therapie konzentriert sich vor allem auf das exzessive Einkaufen. Zwölf Wochen lang treffen sich Patient und Therapeut einmal in der Woche für anderthalb Stunden. In den Sitzungen wird gemeinsam erarbeitet, wie Einkaufen normalerweise ablaufen sollte.

Es wird besprochen, mit welchen anderen Mitteln der Patient Frust und Stress bekämpfen kann. Denn häufig verleiten Anspannung, Ärger oder eine innere Unruhe zum exzessiven Einkaufen. Davon wird Entspannung und Befriedigung erhofft. Kurzzeitig treten diese Empfindungen auch ein, werden aber rasch von einer tiefen Scham über den kopflosen Einkauf verdrängt.

Patient und Therapeut finden gemeinsam mittels diverser Protokolle heraus, welche Situationen und Gefühle die Kaufwut auslösen, um diese künftig rechtzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzusteuern.

Zugleich wird trainiert, mit Geld umzugehen. Viele Kaufsüchtige haben ein sehr kindliches Verhältnis zum Geld. Es macht für sie keinen Unterschied, ob etwas zehn, 100 oder 1000 Euro kostet.

 

Nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf, ich berate und helfe gerne!

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